Handwerks Miss Mister
Handwerks Miss und Mister Handwerks Kochshow

Merle Tovote

Alter: 19 Jahre
Gewerk: Elektroniker/in , Auszubildende/r

Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Auszubildende/r in 32657 Lemgo

Selbstbeschreibung:

Ich bin Merle Tovote, 19 Jahre alt, und aktuell im 2. Lehrjahr meiner Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik. Mit meiner Entscheidung, 2024 ins Handwerk zu gehen, verfolge ich vor allem ein Ziel: zu zeigen, dass Frauen im Handwerk genauso stark und erfolgreich sein können wie Männer. Schon seit mehreren Jahren begeistert mich das Handwerk. Nach meinem Abitur war für mich schnell klar, dass ich keinen klassischen Bürojob möchte, sondern etwas, bei dem ich mich bewege und jeder Tag anders ist, genau das passt zu mir, weil ich selbst ein sehr aktiver Mensch bin. Ich bin ehrgeizig, zielstrebig und immer bereit, an mir zu arbeiten. Ich packe gerne mit an, übernehme Verantwortung und behalte auch in stressigen Situationen den Überblick. Gleichzeitig ist es mir wichtig, andere zu motivieren, vor allem junge Frauen, sich mehr zuzutrauen und ihren eigenen Weg im Handwerk zu gehen.


Das tue ich am liebsten in meiner Freizeit:

In meiner Freizeit bin ich eigentlich selten ruhig. Ich brauche Bewegung und Herausforderungen. Ein großer Teil meines Lebens ist der Sport, vor allem Schwimmen und Triathlon. Ich mache das schon seit vielen Jahren und habe dadurch an Deutschen Meisterschaften teilgenommen und bin sogar in der 2. Bundesliga gestartet. Der Sport bedeutet mir viel, weil er mir gezeigt hat, wie wichtig Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen sind , genau das hilft mir auch im Handwerk jeden Tag. Neben dem Sport teile ich meinen Alltag als angehende Elektrikerin auf Social Media. Mir macht es Spaß, Einblicke zu geben und vor allem anderen zu zeigen, wie vielseitig und spannend das Handwerk ist. Besonders wichtig ist mir dabei, junge Frauen zu motivieren, sich mehr zuzutrauen und ihren eigenen Weg zu gehen, auch in Berufen, in denen man vielleicht nicht direkt erwartet wird. Und wenn ich mal nicht unterwegs oder am Trainieren bin, verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie. Das gibt mir den Ausgleich, den ich brauche.

Warum möchte ich Miss/Mister werden:

Ich sollte Miss Handwerk 2027 werden, weil ich zeigen möchte, dass man auch als junge Frau selbstbewusst seinen Platz im Handwerk finden kann. Ich habe mich ganz bewusst für die Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik entschieden, weil ich etwas machen wollte, das mich fordert, abwechslungsreich ist und bei dem ich am Ende des Tages sehe, was ich geschafft habe. Genau das begeistert mich am Handwerk jeden Tag aufs Neue. Mir ist es besonders wichtig, andere Frauen zu motivieren, sich mehr zuzutrauen und ihren eigenen Weg zu gehen, auch in Berufen, in denen sie noch nicht selbstverständlich vertreten sind. Ich möchte zeigen, dass wir nicht „die Ausnahme“ sind, sondern genauso dazugehören. Mit meiner offenen Art, meiner Leidenschaft für meinen Beruf und meiner Präsenz nach außen möchte ich ein Vorbild sein und junge Menschen inspirieren, ihren eigenen Weg zu gehen. Miss Handwerk wäre für mich die Chance, genau diese Botschaft weiterzugeben: authentisch, nahbar und aus eigener Erfahrung.

MIT STROM UND STÄRKE

Stillzusitzen war noch nie ihre Stärke. Merle Tovote wollte sich bewegen, praktisch arbeiten, Dinge verstehen und selbst umsetzen. Dass sie ihren Weg ins Handwerk finden würde, lag da sehr nahe: Ihre Eltern führen selbst einen Handwerksbetrieb, das Arbeiten mit den Händen war für die 20-Jährige aus Lemgo also früh vertraut. Nach dem Abitur standen für sie zunächst zwei Wege im Raum: Polizei oder Handwerk. Weil sie erst 17 Jahre alt war und schon immer gespürt hatte, dass ihr handwerkliche Arbeit liegt, entschied sie sich für das Handwerk – und nach einiger Recherche für die Elektrotechnik.

Heute ist Merle Auszubildende. Schon im Bewerbungsgespräch wurde ihr gesagt, dass man sie gern als erste weibliche Auszubildende einstellen möchte. Überzeugt hatte sie mit Ausstrahlung, Selbstbewusstsein und spürbarer Begeisterung. Seitdem weiß Merle, dass ihre Entscheidung richtig war. „An meinem Beruf liebe ich die Vielfalt“, sagt sie. Besonders fasziniert sie die Verbindung aus Handwerk, Technik und Herausforderung. Wenn sie etwas mit den Händen macht und am Ende sieht, was sie geschafft hat, motiviert sie das. Am meisten Spaß machen ihr die filigranen Arbeiten: Netzwerke verdrahten, Datenschränke aufbauen und strukturieren – Aufgaben, bei denen Präzision, Geduld und technisches Verständnis gefragt sind.

Zielstrebig, mutig und inspirierend – so beschreibt sich Merle selbst. Wer ihr begegnet, versteht schnell, dass diese Eigenschaften nicht nur Worte sind. Wenn sie sich ein Ziel setzt, arbeitet sie daran, bis sie es erreicht. Mutig war auch ihre bewusste Entscheidung für einen Beruf, in dem Frauen noch immer selten sind. Genau deshalb möchte sie sichtbar sein. Über Social Media zeigt sie authentische Einblicke in ihren Alltag als Elektronikerin, baut Vorurteile ab und möchte jungen Menschen, besonders Frauen, zeigen, wie vielseitig und spannend das Handwerk ist.

Geprägt hat Merle auch der Leistungssport. Triathlon und Schwimmen sind ihre Leidenschaft. Starts bei Deutschen Meisterschaften, der Titel als Vize-NRW-Meisterin im Triathlon und die Teilnahme an der 2. Bundesliga gehören zu ihren größten Erfolgen. Durch den Sport hat sie gelernt, diszipliniert zu bleiben, mit Rückschlägen umzugehen und an Zielen festzuhalten. Auch die Reaktionen auf Social Media haben sie stärker gemacht – die positiven, weil sie zeigen, dass sie Menschen motiviert, und die negativen, weil sie bestätigen, dass sie Aufmerksamkeit schafft und zum Nachdenken anregt.

Für ihre Zukunft hat Merle klare Pläne: Sie möchte ihre Ausbildung verkürzen, anschließend den Meister machen und später im Familienbetrieb eine eigene Elektro-Abteilung aufbauen. Als Miss Handwerk möchte sie zeigen, dass das Handwerk modern, digital, vielseitig und voller Chancen ist. Wenn sie auch nur eine junge Frau dazu motivieren kann, an sich zu glauben und ihren Weg ins Handwerk zu gehen, dann hat sie für sich schon etwas bewegt.

Fotos: © Sabrina Wacker

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