Handwerks Miss Mister
Handwerks Miss und Mister Handwerks Kochshow

Tim Otto

Alter: 25 Jahre
Gewerk: Metallbauer/in , Meister/in

Handwerkskammer Ulm

Meister/in bei Schlosserei Otto in 88045 Friedrichshafen

Selbstbeschreibung:

Ich bin ein junger Meister mit 24 Jahren. Hab meinen Meister 2023 abgeschlossen. Arbeite seit Beginn der Ausbildung im Familienbetrieb "Schlosserei Otto" und bring mich dort immer weiter ein Richtung Übernahme. Ich hab auch den Schweißfachmann gemacht und hab einfach Spaß am Handwerk.


Das tue ich am liebsten in meiner Freizeit:

In meiner Freizeit bin ich sehr aktiv im Trachtenverein in Friedrichshafen. Bin auch dort im Ehrenamt tätig. Spiele regelmäßig mit meinen Freunden Badminton auf Hobby-Basis und treff mich mit Freunden, geh auf Festivals, was wahrscheinlich viele Junge Leute so machen.

Warum möchte ich Miss/Mister werden:

Ich möchte Mister Handwerk werden, um zu zeigen, wie cool es ist Handwerker mit Leidenschaft zu sein. Wie viel Energie man in jungen Jahren in einen Betrieb einbringen kann und so auch tatsächlich wirklich was zu bewirken. Studieren kann jeder. Meister wirst du nur im Handwerk.

FUNKEN FÜR DIE ZUKUNFT

Wenn Tim Otto über sein Handwerk spricht, dann sieht man ihm die Begeisterung schnell an. Das Leuchten beim Schweißen, der Funkenflug beim Flexen, die Vielfalt der Materialien und Bearbeitungen – all das fasziniert den 25-jährigen Metallbauermeister aus Friedrichshafen bis heute. Für ihn ist Metallbau genau die richtige Mischung aus Kopf und Hand: erst planen, zeichnen, Lösungen finden, dann in der Werkstatt fertigen und am Ende auf der Baustelle montieren. „Eines der schönsten Gefühle ist, wenn man stolz vor seiner fertigen Arbeit steht“, sagt Tim. Und manchmal könne man selbst kaum glauben, wie gut etwas geworden ist.

Dass Tim im Handwerk gelandet ist, überrascht kaum. Er stammt aus einer Handwerkerfamilie: Sein Opa führte vor seinem Vater die Schlosserei Otto, auf der mütterlichen Seite waren die Großeltern selbstständige Friseurmeister, seine Mutter ist es bis heute. „Man könnte sagen, dass mir das Handwerk schon in die Wiege gelegt wurde“, sagt Tim. Aufgedrängt wurde ihm dieser Weg nie – und doch führte für ihn am Handwerk kein Weg vorbei. Heute ist er Meister, arbeitet im Familienbetrieb und bereitet sich darauf vor, ihn eines Tages zu übernehmen.

Ehrgeiz, Engagement und die Fähigkeit, Lösungen zu finden, zeichnen Tim besonders aus. Eigenschaften, die im Metallbau täglich gefragt sind. Denn kein Auftrag ist exakt wie der andere, jedes Projekt bringt eigene Anforderungen mit. Genau darin liegt für Tim der Reiz: aus Ideen, Maßen, Material und Technik etwas entstehen zu lassen, das funktioniert, hält und sichtbar bleibt.

Geprägt hat ihn besonders der Tod seines Opas vor zweieinhalb Jahren. Privat wie beruflich war er für Tim einer seiner größten Vorbilder. Zu wissen, dass sein Opa nicht mehr direkt miterleben kann, wie er mit derselben Leidenschaft den Weg in Richtung Familienbetrieb geht, schmerzt ihn bis heute. Gleichzeitig ist genau dieses Vorbild ein Antrieb: das weiterzuführen, was von ihm aufgebaut wurde – mit Respekt, Können und eigener Energie.

Auch über den Betrieb hinaus engagiert sich Tim stark für das Handwerk. Er ist berufener Prüfer für Gesellenprüfungen, wurde zum Abschluss seiner Berufsschule mit dem Preis des Landrats ausgezeichnet und belegte den dritten Platz auf Kammerebene. Nach dem Meister stieg er in die Arbeit der Kreishandwerkerschaft ein, ist inzwischen Vorstandsmitglied und stellvertretender Lehrlingswart der Metallinnung Bodensee. Zudem ist er Berufs-Orientierungs-Beauftragter im Handwerk und wirbt auf Messen für Nachwuchs im Metallhandwerk.

In seiner Freizeit ist Tim ebenso aktiv: im Trachtenverein Friedrichshafen, als Gaujugendleiter, auf Festivals, beim Badminton, im Gym oder auf dem Motorrad. Als Mister Handwerk möchte er zeigen, dass all das zusammengeht: Beruf, Ehrenamt, Leidenschaft, Freunde und Leben. Für Tim ist klar: Wenn man wirklich will, kann man vieles kombinieren – und gemeinsam zeigen, wie vielfältig und attraktiv Handwerk ist.

Fotos: © Sabrina Wacker

DANKE FÜR IHRE FREUNDLICHE UNTERSTÜTZUNG:
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