Selbstbeschreibung:
Hallo, ich heiße Iris Heuser-Langer, bin 54 Jahre alt und seit 1994 im Handwerk tätig. Nach meiner Umschulung von PTA auf Hörakustik habe ich mehrere Jahre in verschiedenen Fachgeschäften eines Mittelständischen Hörakustikunternehmens gearbeitet und letztendlich 2012 dort über einen Fördervertrag meinen Handwerksmeister gemacht. Seitdem habe ich zusätzlich zu der ehrenvollen Aufgabe Kunden wieder mittels besserem Hören Lebensqualität zu geben auch noch die wichtige Funktion als Fachgeschäftsleitung und Führungskraft von Mitarbeitern. Die Organisation eines reibungslosen Arbeitsablaufes, die Motivation von Mitarbeitern, die stetige Herausforderung ein angenehmes Betriebsklima zu schaffen machen mir genauso viel Spaß, wie die Arbeit mit dem Kunden. Der Bürokram nervt manchmal ;-) Schwerhörigen Menschen wieder zu besserem Hören zu verhelfen ist eine lohnende Herausforderung. Mit Feingefühl auf jeden Kunden ganz empathisch einzugehen, seine individuellen Bedürfnisse zu erkennen und diese soweit es audiologisch möglich ist auch zu erfüllen, sorgen dafür, dass seit 30 Jahren kein Arbeitstag wie der andere ist und ich somit nie verlernt habe flexibel zu sein. Hörkakustiker ist kein Job, es ist ein Beruf. Und das Wort Beruf kommt ja bekanntlich von Berufung. Natürlich braucht man dafür besondere Charaktereigenschaften: hauptsächlich muss man Menschen wirklich mögen und zwar ALLE! Man muss in der Lage sein jeden Kunden da abzuholen wo er/sie gerade steht. Bei dem einen schafft man Vertrauen durch Humor, der andere braucht einfach mal ein Streicheln seiner Hand, bei dem nächsten muss man seine Kompetenz (oder wie ich schon mal sage: den Meister) heraushängen lassen. ;-) Es wird nie langweilig, man muss technisch ebenfalls immer up to date sein, denn die Hörgerätetechnik entwickelt sich rasant weiter. Seit einigen Jahren ist man auch noch bedingt durch Apps und Bluetooth-Zubehör ausgebildet als Handyverkäufer und Fernsehtechniker. ;-) Ich hätte keine Job haben wollen, bei dem ich montags schon weiß, was mich freitags alles erwartet. Ich liebe den Beruf, weil ich nie weiß, wen ich kennenlerne und wie ich es ganz individuell schaffen kann, dem Kunden Lebensqualität wiederzugeben. Spezialisiert habe ich mich in den letzten Jahren zusätzlich auf ICP und Tinnitus. Gerade Tinnitus ist ein Feld, wo sich einige Ärzte heutzutage immer weiter raus nehmen. Es ist noch nicht gut erforscht und ich bemerke immer öfter, dass Menschen sich schneller an mich als an Ärzte wenden. Und Kunden mit dieser Problematik wieder Lebensqualität zu schaffen ist eine der größten Herausforderung, der man sich als Akustiker stellen kann.
Das tue ich am liebsten in meiner Freizeit:
Nachdem meine Chorleiterin vor zwei Jahren plötzlich verstorben ist und ich keinen neuen Chor gefunden habe, in dem ich mitsingen wollte, habe ich nach fast 40 Jahren Chorgesang wieder mit klassischer Gitarre angefangen. Die Gitarre stand fast 36 Jahre in der Ecke. Ich tanze seit meinem 10. Lebensjahr. Begonnen habe ich mit Standard/Latein, bin dann über Discofox auf orientalischen Tanz und Tribal übergegangen. Für Auftritte habe ich meine eigenen Choreografien geschrieben und vor anderthalb Jahren auf Line Dance gewechselt. Man kann mich aber immer noch für orientalische Tanzauftritte buchen. Die Mittagspausen nutze ich für Spaziergänge im Wald. Der sonntägliche Waldspaziergang gibt mir zusätzlich Energie für die anstehende Woche. Ich züchte seit zwölf Jahren meine eigenen Erdbeeren und war dieses Jahr tatsächlich dazu gezwungen, meine Ableger zu verschenken, da der Garten nicht groß genug für alle Pflanzen ist. Treffen mit Freunden und Familie dürfen natürlich nicht fehlen. Im Urlaub fliege oder fahre ich meistens irgendwohin, wo ich Kultur und Wandern verbinden kann. Und wenn dann noch Zeit ist, lese ich gerne. Da dies meistens zu kurz kommt, habe ich viele Hörbücher, die ich beim Spaziergang oder während längerer Autofahrten hören kann.
Warum möchte ich Miss/Mister werden:
Das deutsche Handwerk ist wichtig! Ich finde es sehr schade, dass junge Menschen denken, sie würden beruflich nur etwas erreichen, wenn sie studieren. Weshalb immer weniger junge Menschen ins Handwerk gehen. Dabei gibt es so viele unterschiedliche Handwerksrichtungen, wo mit Sicherheit für ganz viele junge Menschen etwas spannendes dabei sein könnte. Dieses Bewusstsein möchte ich stärken. Deutschland lebt nicht von seinen Masterstudenten, sondern von den Handwerkern bzw. deren Meistern, die die Substanz dafür schaffen. Das deutsche Handwerk muss wieder den Respekt erhalten, den es früher immer hatte. Genau so wie es in dem Spruch geschrieben steht: "Verachtet mir die Meister nicht und ehret Ihren Stand. Als das deutsche Handwerk blühte, blühte auch das Land."





